Jahresrückblick 2008 und Ausblick für 2009

Liebe Freunde des Projekts „ Patenschaften für Mädchen in Nepal“,

hiermit möchten wir – der Euro-Nepal-Verein – uns im Namen von Arati, Sabina, Pramila, Sapana, Rheka, Shreejana, Nabina, Paru, Astha und Sunita für Eure großzügige Unterstützung im vergangenen Jahr ganz herzlich bedanken.

Darüber hinaus ist es uns ein Anliegen, Euch einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2008 zu geben und über die Verwendung der Mittel zu unterrichten.

Das Wichtigste zuerst, alle zehn Mädchen haben sich weiterhin unter der liebevollen und warmherzigen Betreuung von Prem und seiner Frau Rupa hervorragend entwickelt. Hiervon konnte sich Michael auf seinen Reisen nach Nepal im März und November dieses Jahres persönlich überzeugen. Seit Oktober dieses Jahres haben wir den offiziellen Status eines staatlich anerkannten „Child Homes“.

Gruppenfoto 2008

Alle Mädchen haben die Prüfungen in ihrer Altersstufe in der „ West Wing Trust School“ erfolgreich absolviert und liegen im oberen Leistungsdrittel ihrer Klassen. Da sich für Arati im nächsten Jahr und für Sunita im übernächsten Jahr mit Abschluss der Klasse 10 die Frage stellt wie es weitergeht, hat Michael bei seiner Reise im November mit den Mädchen über ihre Wünsche und Vorstellungen gesprochen. Diese Gespräche konnten erfreulicherweise auf Grund der guten Fortschritte der Mädchen in englisch – ohne „Übersetzungshilfe“ von Prem – geführt werden.

Alle Mädchen haben den Wunsch geäußert, dass sie auch nach Abschluss der 10. Klasse die Schule weiter besuchen wollen, um die Zugangsberechtigung zu einer Hochschule analog zu unserem Abitur zu erlangen. Aus heutiger Sicht erscheint dies vor dem Hintergrund der guten schulischen Leistungen der Mädchen eine durchaus realistische Vorstellung zu sein.

Erste Erkundigungen vor Ort haben gezeigt, dass sich zum einem die jetzige Schule der Mädchen die – West Wing Trust School – bemüht die Zulassung für den Ausbau der Schule um die zwei Abschlussjahre zu erlangen, und zum anderen aber auch das Angebot an entsprechenden Schulen vor Ort vorhanden ist. Die Kosten für die Abschlussklassen 11 und 12 liegen zwar geringfügig über den Sätzen der derzeitigen Schule, halten sich aber in einem verträglichen Rahmen.

Sollten die Mädchen sich doch für eine berufliche Ausbildung entscheiden, werden wir uns sicherlich bemühen, den Mädchen auch in dieser Hinsicht eine Perspektive zu geben. Dies ist aber derzeit nicht aktuell.

Auch in diesem Jahr hat Michael die Gelegenheit genutzt, während seiner Aufenthalte in Nepal mit den Mädchen einen Ausflug zu machen und somit den Besuch für die Mädchen zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Bei seinem Besuch im März haben die Mädchen einen von der Firma Kremers gesponserten Ausflug in den Chitwan-Nationalpark unternommen; im November wurde ein Tagesausflug nach Kakani durch ein großes Picknick abgerundet. Die Mädchen machten dabei einen deutlich selbstbewußteren Eindruck als zuvor und entwickeln sich immer mehr zu kleinen Persönlichkeiten.

Auf unserem Sommerfest konnten wir viele von Ihnen persönlich begrüßen und Ihnen bei nepalesischem Tanz und Essen hoffentlich einen kleinen Eindruck in diese faszinierende Kultur verschaffen. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte Frau Inge Schnettler von der Rheinischen Post einen sehr schönen Artikel über unser Projekt geschrieben.

Der Verein hatte 2008 Einnahmen in Form von regelmäßigen Patenschaften und Spenden. Diese Gelder wurden zur Deckung der regelmäßigen Kosten für Lebenshaltung, Schulbesuch und die medizinische Versorgung verwendet. Darüber hinaus haben wir einen Kühlschrank und eine Nähmaschine angeschafft. Auch mussten Gebühren für die Erlangung des Child-Home Status an die Behörden bezahlt werden.

Wir konnten mit Ihrer Unterstützung 2008 ein gewisses finanzielles Polster für Notfälle oder Unvorhersehbares aufbauen. Es ist uns zwischenzeitlich gelungen die monatlichen Kosten durch regelmäßige Patenschaften/Mitgliedsbeiträge abzudecken. Vor diesem Hintergrund und den Informationen über die weiteren schulischen Perspektiven der Mädchen, werden wir uns in den nächsten Monaten bemühen, noch zwei bis maximal vier Mädchen für unsere Wohngruppe zu finden.

Nach Rücksprache mit Prem ist diese Erweiterung durchaus machbar, Einzelheiten werden zu klären sein. Dies wird für 2009 für uns ein wesentliches Ziel sein.

Zum Schluss ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2009:

  • Michael wird die Mädchen im Frühjahr und Herbst besuchen, um sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen.
  • Barbara und Ralf werden Michael im März begleiten und gemeinsam mit Prem und seiner Frau den Ausbau der Gruppe weiter vorantreiben
  • Die Auswahl einer weiterführenden Schule für Arati steht im Herbst an
  • Auch werden wir den Kontakt zur Rheinischen Post beibehalten, um eine breitere Öffentlichkeit auf unser Projekt aufmerksam zu machen.

Nochmals vielen Dank und auf Bald bei einer unserer Veranstaltungen in 2009!

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