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Liebe Paten, liebe Freunde,
Prem, unser Heimleiter in Katmandu hat mir mitgeteilt, dass Arati dieses Jahr das “SLC” geschafft hat, was unserer mittlerer Reife gleichkommt. Arati wird seit August 2004 von uns betreut und unterstützt.
Wir freuen uns alle sehr für Arati, die dafür hart gearbeitet hat. Und natürlich ist es auch ein Anlass, sich für den Einsatz und die liebevolle Erziehung unserer Heimleiter zu bedanken, die dadurch auch das Ansehen unseres Heims gesteigert haben. Ohne die Hilfe der Beiden und des Euro-Nepal-Vereins hätte Arati dieses Ziel nicht erreicht.
Wie schon weiter unten zu lesen war, hat Arati unser Heim nun verlassen. Sie ist jetzt 17 Jahre alt und zu ihrer Familie zurückgekehrt. Sie hat jetzt sehr gute Chancen für ihren weiteren Lebensweg.
Wir werden uns bemühen, den Kontakt zu ihr zu behalten und ihren weiteren Weg zu verfolgen.
Namaste & viele Grüße,
Michael
Heute haben wir wieder Zuwachs bekommen, Puja und Sangita werden von nun an bei uns wohnen. Damit sind wir wieder zu zwölft.
Puja ist zwölf Jahre alt und kommt aus dem Westen von Nepal. Pujas Vater starb vor fünf Jahren. Ihre Mutter ist sehr arm. Sie arbeitet als Erntehelferin, um für ihre zwei Töchter zu sorgen, was sich jedoch äußerst schwierig gestaltet. Deswegen wird Puja in Zukunft bei uns wohnen und zusammen mit Astha die vierte Klasse besuchen.
Sangita ist neun Jahre alt und hat eine jüngere Schwester. Ihre Mutter starb, als sie vier war. Den Kontakt zu ihrem Vater hat sie damals verloren. Ihre Verwandten haben sich nun an uns gewandt, damit Sangita versorgt ist und in die Schule gehen kann. Sie wird zusammen mit Dipika die dritte Klasse besuchen.

Sangita (li) und Puja (re)
Derzeit betreuen wir wieder zehn Mädchen, denn Arati und Pranisha sind nicht mehr bei uns.
Arati ist nun 17 Jahre alt und hat vor Kurzem die Prüfung zur mittleren Reife abgelegt. Das Ergebnis steht noch aus. Ihre Familie möchte Arati nun wieder aufnehmen. Auch wenn wir das Ausscheiden von Arati bedauern, sind wir dennoch stolz und glücklich, dass wir Ihr den Weg bis zur mittleren Reife ermöglicht haben, denn ohne unsere Unterstützung hätte sie diesen Weg nicht gehen können.
Pranisha, die leider nur recht kurz bei uns im Hostel war, ist zurück zu ihrer Mutter gegangen, die von Katmandu zurück in ihr Dorf im Südosten Nepals umgezogen ist. Die Mutter möchte sich nun wieder selbst um Pranisha kümmern.
Puja, ein neues Mädchen, wird in der nächsten Woche aufgenommen. Und da wir noch einen Platz frei haben, suchen wir zur Zeit auch noch ein weiteres Mädchen. Aus Platz-und Kostengründen werden wir vorläufig die Anzahl der Mädchen auf zwölf begrenzen müssen, dies möchten wir jedoch immer voll ausnutzen, um so vielen Mädchen wie möglich zu helfen.
Leider werden wir uns an den Gedanken gewöhnen müssen, dass eine gewisse Fluktuation in unserem Hostel herrscht. Denn auch wenn wir die Möglichkeit haben, für die Mädchen zu sorgen, entscheiden letztendlich die Familien und Angehörigen über den Aufenthalt der Mädchen bei uns.
Letzten Monat waren Jutta, Vera, Heike und Manfred aus unserem Verein in Nepal. Zusammen mit Michael, der auch gerade in Nepal war, haben sie gemeinsam die Mädchen besucht und einen Tagesausflug nach Dakschinkali gemacht.
Sie konnten sich davon überzeugen, wie liebevoll sich Prem und seine Frau Rupa um die Mädchen kümmern und wie sie sie auf ihrem Lebensweg begleiten und ihnen Unterstützung zukommen lassen.
Wir sind sehr froh und dankbar, diese wunderbaren Menschen für unser Projekt gefunden zu haben.

Leider gibt es immer noch keine Verbesserung der Situation. Die Möglichkeit, eine Spenderniere aus der Familie zu erhalten, ist leider nicht mehr gegeben, da der Vater auch Nierenprobleme hat und seine Niere somit nicht geeignet ist. Leider stellt sich auch kein weiteres Familienmitglied als SpenderIn zur Verfügung. Auch die Suche nach einer fremden Spenderniere verlief bisher ohne Erfolg.
Obwohl wir uns darüber im Klaren sind, dass nicht nur die Operation, sondern auch die Nachversorgung von Sabina sehr schwierig und kostspielig werden wird, suchen wir weiter intensiv nach einem Spender, um Sabinas Leben zu retten.
Sabina ist seit 2004 in unserem Hostel und wir möchten unbedingt eine Lösung finden, ihr zu helfen. Denn wir sind ihre Familie und fühlen uns verpflichtet, für ihre Zukunft sorgen.
In Nepal gibt es die CCWB ( Central Children Welfare Board). Dies ist eine der Regierung unterstellte Behörde, die sich um die Belange und Rechte der Kinder in Nepal kümmert.
Alle zukünftigen Aufnahmen neuer Mädchen werden nun über diese Organisation gesteuert. Dadurch erhalten wir die Sicherheit, dass die Papiere der neuen Mädchen in Ordnung sind. Zudem wird unser Hostel nun regelmäßig von der CCWB überprüft, eine weitere Sicherheit, dass die Lebensbedingungen der Mädchen stetig verbessert werden.
Schon seit einiger Zeit machen wir uns Sorgen um Sabina, die eine Fehlstellung der Knie hat, die neuerdings öfter Schmerzen verursacht. Leider stellte sich bei näheren Untersuchungen heraus, dass dieses Problem nicht von den Knien, sondern durch eine stark eingechränkte Funktion beider Nieren verursacht wurde. Sabina hat in der Vergangenheit nie über Nierenschmerzen geklagt und die Routine-Untersuchungen der Kinder waren immer ohne Befund.

Die 13-jährige Sabina
Die neue Untersuchung ergab, dass beide Nieren nur mit ca. 15% Leistung arbeiten. Eine OP, bei der beide Nieren entnommen und durch eine gesunde Spenderniere ersetzt werden, ist jetzt dringend erforderlich. Ursprünglich hatte Sabinas Familie darauf bestanden, dass die Spenderniere aus der eigenen Blutlinie kommen muss. Dies ist in Nepal eine weit verbreitete Meinung. Inzwischen haben sie aber zugestimmt, dass die OP in Delhi (Indien) mit einer geeigneten, fremden Niere durchgeführt werden darf. Dies verbessert Sabinas Chancen erheblich. Die Reise nach Delhi steht in den nächsten Tagen an. Glücklicherweise wohnen in Delhi Verwandte, die Sabina und ihren Vater unterstützen und bei der Organisation helfen.
Der Euro Nepal Verein hat sich in seiner letzten Hauptversammlung einstimmig dafür ausgesprochen, finanzielle Hilfe zu leisten und sowohl die Kosten für die anstehende OP, als auch für die spätere Nachbehandlung und Dialyse zu übernehmen. Die Kosten stehen noch nicht endgültig fest, nach ersten Infromationen seitens der Ärtzte kommen aber folgende Ausgaben auf uns zu:
- Reise nach Dehli zur Voruntersuchung und Festlegung der weiteren Vorgehensweise, ca. 400 Euro
- Operationskosten, ca. 5.000 Euro
- Dialyse 1-2 Mal monatlich, ca. 100 Euro pro Dialyse
- Medikamente, ca. 30-50 Euro pro Monat
Da diese Kosten unseren üblichen Rahmen bei Weitem überschreiten, wir aber Sabina in jedem Fall unterstützen möchten, bitten wir Sie/euch eindringlich um Unterstützung. Jeder Betrag – seien es 5, 50 oder 250 EUR – wird uns weiterhelfen, die Operation und die weiteren Behandlungen rechtzeitig zu ermöglichen.
Natürlich halten wir Sie/euch hier weiter auf dem Laufenden.
Vielen Dank!
Liebe Freundinnen und Freunde des Projekts,
zunächst möchten wir – der Euro-Nepal-Verein – uns im Namen von Arati, Sabina, Sapana, Rheka, Shreejana, Nabina, Paru, Astha, Pramila, Pabitra, Pranisha und Dipika für Eure großzügige Unterstützung im vergangenen Jahr ganz herzlich bedanken.

Im März waren Barbara, Ralf und ich vor Ort in Nepal. Dort haben wir nicht nur einen Ausflug mit den Mädchen nach Pokhara gemacht, sondern uns auch nach einem neuen Zuhause und einer neuen Schule für die Mädchen umgeschaut. Da wir unser Projekt vergrößern und mehr Mädchen aufnehmen möchten, ist das Haus in Lubhu zu klein geworden. Im Ort Balaju, einem Außenbezirk von Katmandu, sind wir fündig geworden. Im neuen Haus haben wir mehr Platz für die Mädchen und auch die Infrastruktur ist besser als in Lubhu, z.B. was die medizinische Versorgung angeht.
Im April fand dann der Umzug in das neue Haus in Balaju, in dem wir eine Wohnung über zwei Etagen gemietet haben, statt. Ebenso erschien in der Rheinischen Post ein erneuter Bericht über unser Projekt.
Einen Monat später gab es besonders gute Nachrichten. Wir konnten drei neue Mädchen aufnehmen und schnell Paten für sie finden. Mittlerweile haben sie sich gut eingelebt und wurden von den anderen Mädchen schnell in die Gemeinschaft integriert. Leider hat, nach den nepalesischen Sommerferien Sunita, die seit 2005 bei uns lebte, für sich einen anderen Lebensweg gewählt und ist zurück zu ihren Verwandten gezogen. Prem konnte sich in Gesprächen Vorort davon überzeugen, dass Sunita ihren Entschluß aus eigenen Willen und in Einvernehmen mit ihren Verwandten getroffen hat.
An einem Sonntag im September, an dem uns das niederrheinische Wetter leider nicht ganz wohl gesonnen war, haben wir unser jährliches Fest gefeiert und wieder eine Menge Menschen von unserem Verein überzeugt. Für die musikalische Untermalung sorgte die bekannte Stanley Beamish Bluesband. Trotz der Regenschauer war unser Fest ein Erfolg und wir hoffen, dass wir vielen in guter Erinnerung geblieben sind.
Im November bin ich wieder in Nepal gewesen und habe mich vor Ort überzeugt, dass es allen gut geht und mit Prem, Rupa und den Mädchen einige Ausflüge unternommen.
Unsere Pläne für das neue Jahr
In diesem Jahr möchten wir die Lebensbedingungen der Mädchen weiter verbessern. Hierzu gehört z.B. eine eigene Stromversorgung, da Nepal unter permanenter Stromknappheit leidet. Ebenso werden wir für die Mädchen neue Betten anschaffen. Ein eigener Computer soll dafür sorgen, dass die Mädchen mit dem Erlernen von PC-Kenntnissen ihre Berufsaussichten verbessern können.
Wenn es unsere finanzielle Lage erlaubt, möchten wir gerne weitere Mädchen in die Gemeinschaft aufnehmen. Die neue Wohnung gibt uns die Möglichkeit insgesamt drei weitere Mädchen aufzunehmen, so daß die Wohngruppe dann insgesamt fünfzehn Mädchen ein adäquates Zuhause bieten kann. Wir werden euch darüber berichten, sobald sich etwas Neues ergeben hat.
Eine gute Nachricht haben wir noch: In diesem Jahr wird das erste Mädchen seinen Schulabschluss machen. Arati steht kurz vor ihrem SLC (Realschulabschluss). Wenn sie diesen besteht, hat sie die Möglichkeit, die Klassen 11 und 12 zu besuchen und somit ihre Chancen für die Zukunft weiter zu verbessern.
Im April steht unser nächster Besuch in Balaju an. Wir werden sicher wieder einiges zu berichten haben.
Bis dahin wünschen wir euch eine schöne Zeit und möchten uns noch mal für euer Interesse und eure Unterstützung bedanken.
Namaste und liebe Grüße,
Euer Team vom Euro-Nepal e.V.
Bei einem erneuten Besuch bei Prem, Rupa und den Mädchen habe ich mich davon überzeugt, dass es allen gut geht und die nötigen, organisatorischen Dinge erledigt. Hier seht ihr uns bei einem unserer Ausflüge zum ehemaligen Königspalast, der jetzt ein Museum ist.

Seit einiger Zeit wohnen die Mädchen nicht mehr in Lubhu, sondern in Balaju. Das neue Haus ist größer und gibt uns die Möglichkeit, unser Projekt zu vergrößern und bald mehr Mädchen aufzunehmen.
Auch die Infrastruktur ist in Balaju besser. Die Schule und das Krankenhaus z.B. liegen jetzt näher an der Wohnstätte der Mädchen.

Das neue Zuhause
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